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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: 15. September 2025

Anbieter: Metzler IT GmbH, Fährstraße 35, 21502 Geesthacht, Deutschland

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) gelten für alle Verträge über die Lieferung von Software und die Erbringung von IT‑Dienstleistungen (Beratung, Implementierung, Entwicklung, Support), die zwischen der Metzler IT GmbH (nachfolgend „Anbieter“) und Ihnen als Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Webseite www.mit‑odoo.de geschlossen werden.

(2) Diese AGB gelten unabhängig davon, ob Sie Verbraucher (§ 13 BGB) oder Unternehmer (§ 14 BGB) sind.

(3) Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt hat.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Vertragsgegenstand ist – je nach Produktbeschreibung – der Erwerb von Standard‑Software‑Modulen für das ERP‑System Odoo („Software“) oder die Beauftragung von IT‑Dienstleistungen.

(2) Die Lieferung der Software erfolgt ausschließlich digital durch Bereitstellung eines Download‑Links im Kundenkonto. Eine Lieferung auf Datenträgern findet nicht statt.

(3) Die Beschaffenheit der Software und der Umfang der Dienstleistungen ergeben sich aus der jeweiligen Produkt‑/Leistungsbeschreibung. Die Parteien erkennen an, dass es nach dem Stand der Technik nicht möglich ist, komplexe Software in allen Anwendungsfällen absolut fehlerfrei zu erstellen.

§ 2a Systemvoraussetzungen und Kompatibilität

(1) Die Software ist ausschließlich für die auf der Produktseite angegebenen Odoo‑Versionen und Systemumgebungen freigegeben.

(2) Kompatibilität mit Drittanbieter‑Modulen, kundeneigenen Anpassungen, externen Systemen oder spezifischen Hostingumgebungen ist nicht geschuldet, sofern nicht ausdrücklich schriftlich zugesichert.

(3) Die E‑Mail‑Zustellbarkeit hängt von Drittanbietern (z. B. Mail‑Provider, Spamfilter, DNS) ab. Der Anbieter schuldet keine bestimmte Zustellquote; der Kunde ist für korrekte SPF/DKIM/DMARC‑Einträge und Routing verantwortlich.

§ 3 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung von Software und Dienstleistungen auf der Webseite stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Einladung zur Abgabe einer Bestellung (invitatio ad offerendum).

(2) Durch Anklicken des Buttons „Jetzt kaufen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages ab.

(3) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot des Kunden durch ausdrückliche Bestätigung (per E‑Mail) oder durch Bereitstellung des Download‑Links annimmt. Eine automatisch erzeugte Bestellbestätigung stellt noch keine Vertragsannahme dar.

§ 4 Rückgabe- und Fehlerbehebungsrecht bei Software (digitale Inhalte)

(1) Bei Verträgen über digitale Inhalte (z. B. Software‑Downloads) besteht kein gesetzliches Widerrufsrecht, sobald der Kunde im Checkout ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Vertragserfüllung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und seine Kenntnis bestätigt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert. Diese Zustimmung erfolgt durch Setzen einer Checkbox im Bestellprozess.

(2) 30‑Tage‑Fehlerbehebungs‑Garantie: Meldet der Kunde innerhalb von 30 Tagen nach Kauf einen reproduzierbaren Fehler (Bug) im unveränderten Quellcode der Software, wird der Anbieter den Fehler innerhalb angemessener Frist (bis zu 30 Tagen) beheben.

(3) Ist die Behebung nicht möglich oder unzumutbar, erhält der Kunde Rückerstattung des Kaufpreises oder einen gleichwertigen Ersatz. Weitergehende Rückgabe‑/Erstattungsrechte bestehen nicht.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle Preise sind Gesamtpreise; für EU‑Kunden enthalten sie die gesetzliche Umsatzsteuer. Für Kunden außerhalb der EU werden Nettopreise angezeigt.

(2) Die verfügbaren Zahlungsmethoden (z. B. Kreditkarte, PayPal) werden im Bestellprozess angezeigt und über den Zahlungsdienstleister Stripe, Inc. abgewickelt.

(3) Der Kaufpreis ist unmittelbar mit Vertragsschluss fällig.

§ 5a Steuern, Rechnungstellung

(1) Gegenüber Unternehmern außerhalb Deutschlands kann das Reverse‑Charge‑Verfahren gelten (gültige USt‑ID erforderlich).

(2) Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt. Etwaige Zahlungsentgelte des Zahlungsdienstleisters trägt der Kunde.

§ 6 Nutzungsrechte (Lizenz)

(1) Mit vollständiger Bezahlung erhält der Kunde die in der Produktbeschreibung definierten Nutzungsrechte. Sofern nicht anders angegeben, erfolgt die Lizenzierung nach Odoo Proprietary License v1.0 (OPL‑1) bzw. MIT Odoo Proprietary License (MOPL‑1).

(2) Die Lizenz erlaubt die Nutzung der Software in einer (1) produktiven Odoo‑Datenbank sowie in unbegrenzt vielen Entwicklungs‑/Testinstanzen desselben Kunden.

(3) Modifikationen und Anpassungen sind für den Eigengebrauch erlaubt; eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder Kommerzialisierung veränderter Fassungen ist ohne ausdrückliche Genehmigung des Anbieters unzulässig.

(4) Rechte Dritter bleiben unberührt. Open‑Source‑Bestandteile (falls vorhanden) unterliegen ihren jeweiligen Lizenzen.

§ 6a Lizenzmodell, Lizenzschlüssel und Audit

(1) Eine Übertragung der Lizenz auf Dritte ist ausgeschlossen. Ein Datenbankwechsel (z. B. Migration) ist auf schriftlichen Antrag zulässig; der Anbieter kann Nachweise verlangen.

(2) Der Kunde trifft angemessene Maßnahmen gegen unbefugte Nutzung (Schutz des Lizenzschlüssels, Zugriffskontrolle).

(3) Der Anbieter ist berechtigt, lizenzrechtliche Prüfungen in zumutbarer Weise durchzuführen (z. B. schriftliche Eigenerklärung, Log‑Nachweise). Betriebs‑ und Geschäftsgeheimnisse des Kunden bleiben gewahrt.

§ 7 Support und Updates (Basis)

(1) Der Kauf einer Software‑Lizenz beinhaltet 90 Tage kostenlosen Basis‑Support ab Kaufdatum. Eingeschlossen sind Fehlerbehebung im unveränderten Code und Installationshinweise.

(2) Nicht enthalten sind u. a.: Support für Fremdmodule, kundenspezifische Anpassungen, allgemeine Odoo‑Anwendungsfragen, Performance‑Tuning, Infrastruktur‑/Mailserver‑Betrieb, Anpassungen von E‑Mail‑Policies.

(3) Updates innerhalb der erworbenen Hauptversion (z. B. Odoo 18.x) sind enthalten. Upgrades auf neue Hauptversionen (z. B. 19, 20) können kostenpflichtig sein.

§ 7a Supportumfang, Servicezeiten und Mitwirkung

(1) Ziel‑Reaktionszeit (unverbindlich): 2 Werktage (Mo–Fr, gesetzliche Feiertage ausgenommen).

(2) Für Supportfälle stellt der Kunde vollständige Reproduktionsschritte sowie relevante Logs/Screenshots/Beispieldaten bereit und benennt einen technischen Ansprechpartner.

(3) Änderungen am Quellcode durch den Kunden können die unentgeltliche Fehlerbehebung für betroffene Bereiche ausschließen; kostenpflichtige Unterstützung ist möglich.

§ 7b Versionspolitik und Deprecation

(1) Der Anbieter kann ältere Hauptversionen abkündigen; eine Vorankündigung von 6 Monaten gilt als angemessen.

(2) Für abgekündigte Versionen besteht kein Supportanspruch.

§ 8 Mängelhaftung (Gewährleistung)

Es gelten die gesetzlichen Mängelhaftungsrechte (§§ 434 ff. BGB). Unerhebliche Abweichungen, die die Gebrauchstauglichkeit nicht wesentlich beeinträchtigen, stellen keinen Mangel dar.

§ 9 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen; dies gilt insbesondere für Datenverluste, sofern diese nicht vom Anbieter vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden. Der Kunde ist für regelmäßige Backups verantwortlich.

§ 9a Haftungsbegrenzung (Kappung)

Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung der Höhe nach begrenzt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor Schadenseintritt gezahlten Entgelte. Die zwingende Haftung (Abs. 1) bleibt unberührt. Mittelbare Schäden, entgangener Gewinn, Produktions‑/Betriebsausfall sowie Kosten der Datenwiederherstellung sind – vorbehaltlich Abs. 1 – ausgeschlossen.

§ 10 Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß DSGVO und BDSG. Details sind der Datenschutzerklärung unter https://mit‑odoo.de/datenschutz zu entnehmen.

§ 10a Vertraulichkeit und Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)

(1) Beide Parteien wahren Vertraulichkeit über nicht‑offenkundige Informationen.

(2) Soweit der Anbieter im Rahmen von Support Zugriff auf personenbezogene Daten erhält, schließen die Parteien vorab eine Auftragsverarbeitungsvereinbarung (AVV).

(3) Etwaige Telemetrie/Fehlerberichte erfolgen nur mit Rechtsgrundlage (z. B. Einwilligung) und auf das erforderliche Maß beschränkt.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN‑Kaufrechts (CISG).

(2) Vertragssprache ist Deutsch. Übersetzungen dienen ausschließlich der Information; maßgeblich ist die deutsche Fassung.

(3) Ist der Kunde Unternehmer, juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich‑rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand Geesthacht.

(4) Online‑Streitbeilegung: Die EU‑Kommission stellt eine Plattform bereit (https://ec.europa.eu/consumers/odr/). Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

§ 11a Höhere Gewalt

Ereignisse außerhalb der zumutbaren Kontrolle (z. B. Ausfälle von Rechenzentren/Backbones, Cloud‑/API‑Provider‑Störungen, behördliche Anordnungen, Krieg, Sanktionen, Naturereignisse, Streik) befreien für die Dauer der Störung und im Umfang ihrer Wirkung von Leistungspflichten.

§ 11b Subunternehmer

Der Anbieter darf Subunternehmer einsetzen und bleibt für deren Leistung verantwortlich; Datenschutzvorgaben werden vertraglich sichergestellt.

§ 11c Aufrechnung, Zurückbehaltung, Abtretung

(1) Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

(2) Ein Zurückbehaltungsrecht besteht nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis.

(3) Abtretungen durch den Kunden bedürfen der Zustimmung des Anbieters; der Anbieter darf Geldforderungen abtreten (z. B. Factoring).

§ 11d Änderung der AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, sofern triftige Gründe vorliegen (Gesetzesänderung, Sicherheits‑/Funktionsanpassungen).

(2) Änderungen werden mindestens 6 Wochen vorher per E‑Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht binnen 6 Wochen und nutzt die Leistungen weiter, gelten die Änderungen als genehmigt. Über das Widerspruchsrecht wird gesondert informiert.

§ 11e Exportkontrolle und Sanktionsrecht

Der Kunde wird keine Leistungen in Länder/An Personen exportieren/weitergeben, die Embargos oder Sanktionslisten unterliegen; einschlägige Export‑/Importvorschriften sind einzuhalten.

§ 12 Leistungen (Professional Services): Abnahme

(1) Für Beratungs‑/Entwicklungsleistungen gilt Abnahme: Der Anbieter zeigt Fertigstellung an; der Kunde prüft binnen 5 Werktagen.

(2) Erfolgt keine substantielle Mängelrüge, gilt die Leistung als abgenommen. Unerhebliche Mängel berechtigen nicht zur Abnahmeverweigerung; sie werden im Rahmen der Gewährleistung behoben.

(3) Nutzungsrechte an werkvertraglichen Ergebnissen werden erst nach vollständiger Zahlung eingeräumt; wiederverwendbares Know‑how/Framework‑Bausteine verbleiben beim Anbieter; der Kunde erhält daran ein einfaches Nutzungsrecht.